Hass und Vergeltung sind keine guten Ratgeber. Genau das wissen auch Schülerinnen und Schüler
der neunten Klassen der Europäischen Oberschule Hartmannsdorf und der Oberschule Postoloprty,
die sich gemeinsam mit diesem Thema auseinandergesetzt haben.
Am 4. und 5. Juni verbrachten sie zwei ereignisreiche Tage in den tschechischen Städten
Theresienstadt und Postoloprty, wo sie sich mit schmerzhaften Ereignissen der gemeinsamen
Geschichte beschäftigt haben: In Theresienstadt besuchten sie das Museum des dortigen Ghettos
sowie die Gedenkstätte des KZ und erfuhren viel über die damaligen Bedingungen und das Leben
der Häftlinge. Am Folgetag setzten sie sich mit der Situation direkt nach dem Ende des Zweiten
Weltkriegs auseinander: In Gruppen fühlten sie sich in die Rollen der Sudetendeutschen, die nach
dem Krieg maßlos leiden mussten. Im Anschluss besuchten sie wichtige Orte in Postoloprty, die mit
dem sogenannten Postelberger Massaker verbunden sind.
Während des Projektes zeigten die Schülerinnen und Schüler ihre Menschlichkeit und den Willen,
Demokratie in Europa bewahren zu wollen. Sie verstanden, dass man schwierige Phasen der
gemeinsamen Geschichte nicht vergessen darf, um aus den Fehlern der Vorfahren zu lernen, und
dass wir der Welt mit offenen Augen und vor allem mit offenem Herz und Respekt füreinander
begegnen müssen.
Dieses Projekt wurde vom Deutsch-Tschechischen Fonds gefördert.

Tereza Fankhänel


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